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Projekte im Fach Kunst

Kunstkanon. Untersuchungen zum Kunstsystem unter dem Einfluss von Ökonomie und Kulturindustrie
Prof. Dr. Martin Oswald
Für die Soziologen Luc Boltanski und Arnaud Esquerre (2018 dt.) bildet die Kultur- und Luxusgüterbranche den Schlüssel zu einer neuen ˃Bereicherungsökonomie< in postindustriellen Gesellschaften. Dabei komme es in zur künstlichen Aufwertung von ˃Dingen<. Das Mittel dieser Werterzeugung ist die Ausschlachtung der Vergangenheit, also die An- und Bereicherung durch Geschichte und Geschichten. Im Fokus der Transformation stehen neben der Bildenden Kunst Antiquitäten, Luxusgüter und der gesamte kulturelle Sektor: u.a. Museen, Stifter, Kulturvermittler, Historiker, Kuratoren, Tourismusmanager, Regionen- und Regionalprodukt-Vermarkter. Die von ihnen verhandelten Dinge sollen etwas erzählen. Die auf mehrere Jahre angelegte Studie widmet sich der Sammlung, Dokumentation und Analyse der oben genannten Aspekte sowohl in einer regionalen, nationalen aber auch globale Perspektive. Aus Sicht der Kunstpädagogik ist der so entstehende Kanon auf seine Relevanz zu befragen.

Spannungsfeld Metropole und Land. Berliner Künstler und die Region (auch als Monografie geplant)
Prof. Dr. Martin Oswald
Die Metropole Berlin war in der jüngsten Vergangenheit ein besonderer Anziehungspunkt für Künstler. Viele davon haben sich phasenweise, einige für immer niedergelassen. Dabei spielen die unterschiedlichsten Motive eine Rolle. Allein aus der innerhalb Deutschlands periphären und lange Zeit ländlich geprägten Region Oberschwaben haben mehr als 20 professionelle Bildende Künstler dauerhaft Berlin als Standort ihres Ateliers gewählt. Das Projekt ist zugleich eine Bestandsaufnahme und mit einer Ausstellung (mit Katalogproduktion im Jahr 2020) verbunden.